
press and comments:
Collagierte Wirklichkeiten
Natürlich kann man das romantisch nennen. Wenn Ulu Braun in seinen Videos bevorzugt eine auf den ersten Blick vor allem schöne neue Welt entwirft. Und wie in ,Westcoast" oder auch „The Park" mit einem einzigen Panoramaschwenk eine Stadt am Meer betrachtet, in der Kultur und Zivilisation und Wildnis. Sport und Freizeit und archaische Rituale sich nebeneinander unter strahlend blauem Himmel finden; wenn Paare und Passanten, Betende und Akrobaten, Mensch und Tier sich in scheinbar unberührter Landschaft wie im Vorbeigehen begegnen. Doch ganz so einfach, wie es sich manche Kritiker machen, ist es mit dem Werk des in Berlin und Helsinki lebenden Künstlers dann doch nicht. Denn romantisch sind Brauns Arbeiten kaum in einem emphatischen, sondern allenfalls in einem formalen Sinne insofern, als sie erkennbar Konstruktionen sind. Das gilt für die aus Hunderten, womöglich Tausenden Filmschnipseln am Computer montierten Videos ebenso wie für die Collagen auf Papier, die derzeit in der Frankfurter Galerie Wolfstädter zu sehen sind. Auch hier kommt zusammen, was scheinbar nicht zusammengehört. Und bei genauerer Betrachtung unbedingt zusammengehört. Hier vor pittoreskem Alpenpanorama eine Gruppe Afrikaner in traditioneller Tracht, eine Wiese voller Herbstzeitloser und Drops in poppig bunten Farben, dort der Gekreuzigte im Birkenwald vor einem gewaltigen Topf Cappuccino oder, wie in ,Jungle", ein verwunschener Kosmos voll verführerischem Zauber. Ein Dschungel freilich, der wie schon in Brauns Filmen die Idylle zwar beschwört, doch stets als trügerische kenntlich macht. Wenn sich in „Jungle" Models, Katastrophenhelfer und süße Leckereien, Tagelöhner und ein Astronaut, ein Bär, ein Forscher und ein Schweinehirt in Schlips und Kragen, Natur und Zivilisation, Archaik und eine globalisierte Moderne stets auf einer Ebene zusammenfinden, dann ist es mit der Vorstellung vom Garten Eden nicht mehr so arg weit her. Denn irgendwer muss für die Idylle auch bezahlen. Der 1976 geborene Braun, der in Wien Malerei und an der Potsdamer Filmhoch-schule studiert hat, geht nicht so weit, derlei gern von Individualreisenden imaginierte paradiesische Panoramen schlicht gegen das Elend auszuspielen oder eindimensional apokalyptisch zu konterkarieren. Vielmehr sind diese phantastisch virtuellen Welten unserer im Grunde zum Verwechseln ähnlich. Sind sie doch als aus der Flut medialer Bilder collagierte Wirklichkeiten aus Filmen, Modemagazinen und Zeitschriften, aus eigenen Fotografien, Malerei im Kern geradeso wie unsere nichts als eine Konstruktion.
Christoph Schütte, FAZ, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.06.2011, S. 48
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Ulu Braun - Fiebergärten: Der in Deutschland und Finnland lebende Künstler erweist sich mit seinen Collagen, Skulpturen und Filmen als ein kritischer neuer Romantiker. Filmsequenzen und Bildmotive aus unterschiedlichsten Quellen montiert er zu Landschaftspanoramen, deren Thema die giftige Faszination künstlicher Paradiese ist. So tummeln sich in seinem neuesten Film tanzende Derwische, spirituelle Prediger, fröhliche Landkommunarden, beseelte Esoteriker, ökologisch motivierte Weltverbesserer und prachtvoll gewandete Akteure eines Mittelalterspektakels in einer idyllische Küstenregion unter ewig blauem Himmel. Doch in solcher Perfektion verkehrt sich schnell die schöne Utopie in ihr Gegenteil.
Hajo Schiff, TAZ, 25.09.2010
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Ulu Brauns "Fiebergärten"
Poetisch und expressiv zugleich sind die utopischen Landschaften, die uns der Berliner Künstler Ulu Braun in seinen romantisch-artifiziellen Panoramen und Filmsequenzen präsentiert. Für den Kunstverein Springhornhof in Neuenkirchen, wo er gerade ausstellt, hat Braun den Film "Fiebergärten" mitgebracht.
Darin präsentiert er als Romantiker, Ironiker und tief schöpfender Philosoph eine Landschaft, ein künstliches Paradies zwischen Traditionalismus und Globalisierung. Vor ewig blauem Himmel, eine Art paradiesischem Arkadien, tanzen auf der grünen Wiese Derwische und Prediger, Landkommunarden, Esoteriker und ökologische Weltverbesserer ihre Kür der Heilsversprechungen.
Braun ist ein versierter Ironiker, ein Poet und Mystiker, der mit seinen viel beachteten Filmen kritisch wachrüttelt und auf Festivals für Furore sorgt. Unbedingt sehenswert ist die Ausstellung, die am Sonnabend, 21. August unter Anwesenheit des Künstlers eröffnet wurde.
(mae), Hamburger Abendblatt, 2. Sept 2010
Ulu Braun zeigt in seinem Projekt ‘The Park’ unsere Gesellschaft als einen Ort konstanter Simultanität. Surreale Panoramalandschaften vermischen Realität und Fiktion auf künstlerisch-poetische Weise. Träume werden wahr während gleichzeitig die schillernde Oberfläche der mediatisierten Welt untergraben wird...
04.09.2010, FAZ
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Shedhalle Zürich
Romantische Verdrehungen
...Zwei sehr unterschiedliche Werke umreissen die Spannweite des Themas, das zurzeit in der Shedhalle Zürich aufgefächert wird: Das eine ist die bitterböse, gleichwohl erheiternde Videocollage «Südwest» (2006) des deutschen Künstlers Ulu Braun, der in einem bewegten Panorama die groteske Übernutzung und Verniedlichung der Landschaft als Vergnügungspark in Szene setzt....
Edith Krebs, 06.Mai.2010, WOZ, Schweiz
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Geradezu parodistischen Humor entwickelt Ulu Braun in seinem animierten Panorama am Eingang zur Ausstellung. Auf einem Flatscreen führt er nicht nur die idealisierende Landschaftsmalerei ad absurdum, sondern kommentiert auch bitterböse die Event-Geilheit einer gelangweilten Erlebnisgesellschaft. Sein Schwenk durch eine vom Computer generierte und montierte Kunstlandschaft erinnert schmerzhaft an die Bilder, die uns von der letzten Expo und von Weltausstellungen in Erinnerung geblieben sind. Evoziert werden auch Anspielungen an Ferienparadiese zwischen Sharm-ash-Sheik, Mallorca oder Zermatt.
Urs Steiner, 6. April 2010, Neue Zürcher Zeitung
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«Südwest» ist die bitterböse Collage unserer Zeit, in der alle am kapitalistischen Fortschritt teilnehmen wollen und dessen wüste Kehrseite unter den Tisch wischen oder ins Heitere verkehren. Der Titel wiederholt sprachlich die gegenseitige Abhängigkeit vom «reichen» Westen und dem armen Süden, dessen Zeugen im Bild sind die braunen Menschen, die sich im Wasser waschen. Ulu Brauns kruder und frecher Umgang mit verschiedenen Versatzstücken und Bildästhetiken ist ein kritisches Äquivalent unseres sorglosen und egoistischen Umgangs mit Natur und Umwelt.
Yvonne Volkart, 2010
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Ulu Brauns Westcoast er også, som flere andre arbeider på Screen (deriblant Grid), en montasje av bilder, men ikke fra filmhistorien: Braun har samlet footage fra kystlandskap i hele verden og satt det hele sammen til en surrealistisk kystlinje hvor størrelse, perspektiv, klima og type hendelser demonstrativt overskrider det virkelige. Et flodhesthode er på størrelse med en kirke, en tallerken som flyter i vannskorpa har samme dimensjoner som et oppdrettsanlegg. Kanskje vi kunne kalle det et slags utopisk maritimt landskap? Et globalt kystbilde? Selv om arbeidet ikke uttrykker noe tydelig politisk holdning, ei heller noen aktivisme eller «forslag til en bedre verden», fremfører det på sin stillferdige måte en fornemmelse av håp ved å montere sammen verdens forskjelligheter på et brett uansett geografi, klima eller skala. Når det gjelder reorganisering av informasjon for å skape nye bilder var Brauns arbeid det mest distinkte på Screen: hun fiksjonaliserer det virkelige for å se en annen mulighet, et annet landskap.
Kjetil Røed, 15.03.2010, http://www.kunstkritikk.no/
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DIGITAL DIVIDE: New video installation juxtaposes positive and negative images of capitalism
...Braun is only in his early 30s, and his formal training as a painter gives him a distinct advantage over many other digital artists. He understands how to blend irony and shock value with mystique and ghostly ambiance, creating something entirely new out of disparate elements. He's unafraid of employing the computer as just another tool, and one suspects he could just as easily (and exactly) paint these images as edit them. But since the moving image is so powerful and eye-catching, he has settled for nothing less. The piece's soundtrack -- ominous, heavy and droning -- is perfect. Indeed, the images are boosted by the apocalyptic sonic background, and I can't help but get confused about what I'm looking at: Is thus Braun's nightmare or my own? Am I dreaming now as I write this, or was I awakened by an installation tucked away in a Summerlin strip mall?
Braun's work stands among the best installations ever unveiled in Vegas, arriving at a moment when we probably need it. With local doomsayers predicting a "no-growth" future for the next decade and beyond, it's crucial to experience a work like Braun's. After all, it reminds us how we reached decay: by ignoring our deeper connection to the earth and each other, and settling for greed and greed alone. There's no activism going on here, however -- it's the cold eye of an artist noticing details that most others don't see.
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Fremont Street Experience has nothing to worry about, of course; Beauty and Horror is for another audience comprised of non-tourists. I just hope that the Vegas art crowd takes an opportunity to catch Braun's work before he blows up in Europe.
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Jarret Keene, Las Vegas CityLife, July 2009
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Visionäre "Westcoast": Videos Von Ulu Braun in der Galerie Koal
Eine neuartige und eigenwillige Bildsprache, experimentell und doch ausgereift. Sie zieht den Betrachter hinein in packende FilmPoesie. Ulu Braun zählt zu den seltenen Künstlern, die wirklich Neues schaffen und auch etwas zu erzählen haben. Nach einem Studium der Malerei in Wien begab er sich an die Filmhochschule in Potsdam, um seinen Stil der Video-Collage zu vervollkommnen.
In der Galerie Koal sind fantastisch-bizarre Visionen in und um eine brodelnde Wasserlandschaft zu besichtigen. Hochhäuser und Felsen bilden den Gegenpart. Marken, Müll, Mensch und Tier bevölkern diese "Westcoast". Nur sieben Minutenlang, steckt ein Jahr Arbeit in der aus circa 1000 Einzelelementen (wie Fotos und Filmausschnitten) gefertigten Videocollage. Eine ausgestopfte Möwe wacht neben einer Steckdose über die nötige Stromzufuhr.
Ausgangspunkt des ungemütlichen Videos sind selbst gedrehte und aus Brauns Sammlung von Fernsehbildern ausgewählte Sequenzen, die geloopt, gesampelt und schließlich auf einer digitalen Leinwand collagiert wurden. Der in Berlin und Helsinki lebende Künstler (Jahrgang 1976) verschmilzt dabei einzelne Clips stimmig zu einem großflächigen Tableau, das starke Sogkraft entfaltet.
Fast wie bei Hieronymus Bosch, nur dass hier einer das Welt-Gewusel mit dem Medium Video malt; den Widerstreit zwischen Natur und Technologie, globalisierter Umwelt und Konsumgesellschaft andeutend. Bedrohlich und doch auch beruhigend, so lange das Hippo noch Karotten frisst und ein Reigen munterer Nixen ornamentale Kreise zieht. Übermalte PapierCollagen ergänzen die Westküstenhalluzination magisch ("Kristallzucht") und märchenhaft ("Schlange").
Andrea Hilgenstock, Die Welt, 27.02.2009
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With his film Rhabarber Boy Ulu Braun has created a technically outstanduing phantasy comic and 3 D collage that demonstrates mordern forms of production and at the same time takes up and thwarts filmic narration forms.
Stuttgarter Filmwinter, 2008
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Braun belongs to a new generation of critical romantics and shows beauty and repulsion in artificial paradises. His area of expertise is a picturesque context of German lightness and irony. Works by German artists Uwe Henneken, Neo Rauch, Kai Althof, but also Anglo-Saxon artists such as Laura Owens and Martha Colburn manifest itself in a similar way. Heavy subjects are addressed sharply in Braun’s work through modern irony, mystique and shock effect.
MediaArt Friesland, Netherlands, 2007
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With its bizarre juxtaposition of images Ulu Braun´s "Südwest" subversively undermines the slick and glossy surfaces of our media world. It is the visually most exuberant, excessive and excentric work i have seen in this programm- and i love it for its abundance.
Matthias Müller, (Jury, 25 FPS - Zagreb), 2007
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ULU BRAUN's narrative films are profound and intelligent, constantly targeting the spectators' mind, though at the same time being pulsating and suspenseful. An ever increasing number of world-wide screenings corroborate the impression that ULU BRAUN is a master in striking an amazing balance between the creative elements included in his works....The realisation of the four films reflects ULU BRAUN's rigorous working method and the high standard of his technical education and clearly contributes to making the screening a moving event.
Brussels Flamingo, Contemproary Art and New Media, Belgium, 2007
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Ulu Braun’s first personal exhibition in Berlin shows the beauty and horror of artificial paradises. He is presenting a short film at the Babylon cinema and videos and collages at the gallery koal. Within this fantasy world the lines between something prefabricated and something invented become blurry, and here longing and nightmare blend. Ulu Braun, born in 1976, studied painting and film in Vienna and Potsdam and since then he has been designing a visual world between Hollywood and Prado as well as creating still lives made from moving pictures, and film sequences from scenes of panel painting.
Galerie koal, Berlin, 2007
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Was Stereo Total oder Helge Schneider mit Tönen machen, macht Ulu Braun mit Bildern. Vor allem Menschen die animationsfilmisch mit der Augsburger Puppenkiste sozialisiert wurden, empfinden das als echte Offenbarung. In seinen Filmen setzt Ulu Braun die unterschiedlichsten Stile, Techniken und Werkstoffe ein, um ebenso putzige wie abgründige Welten aus oftmals vorgefertigten Einzelteilen neu zu erschaffen.
Szene Hamburg, 2006
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This animated fiction with its surreal atmosphere tells the tale of an eccentric group of tourists who travel in time, by bus, crossing the plains that surround Lake Victoria, prior to the tragic finale.
JURY’S VERDICT: For having used film animation in a new way, in expressionist style, and for the ability to present the disturbing atmosphere of the event contrasted with the naive forms and elementary colours of things and people.
AsoloArtFilmFestival, Italy, 2005
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Auge in Auge - „Sehsüchte“ I: Cineastisches Quintett war Quartett
„Also außer Jörg Buttgereit hat keiner den Film richtig verstanden“, richtete sich der HFF-Student Ulu Braun forsch an die Kritiker, die im Scheinwerferlicht vor der Leinwand saßen. Kurzes Schweigen an den Mikrofonen, das Publikum im Saal 2 räusperte sich. Jetzt war Emotion im Spiel. Die Worte richtig und falsch für diesen Film zu benutzen, finde er ziemlich gewagt, gab der Berliner Kritiker Buttgereit von vorn zurück, womit ein Schlagabtausch begann. Diese Wendung in der Diskussion tat dem Cineastischen Quintett, das heute nur ein Quartett war, gut. Denn die Diskussion, die das Publikum in dem großen Kinosaal sah, hatte schleppend begonnen. Die vier Cineasten, Lothar Mikos (HFF), Jan Schulz-Ojala (Tagesspiegel), Gerburg Treusch-Dieter (FU/UDK) und Jörg Buttgereit waren zu Beginn sehr sachlich und zurückhaltend geblieben. Lorenz Engell aus Weimar hatte abgesagt und die vier Kritiker waren bemüht das Positive an den Filmen herauszustreichen. Das änderte sich jedoch als Ulu Brauns Puppenfilm „Die Flutung von Viktoria“ besprochen wurde und der Regisseur in die Offensive ging. Unter den fünf zuvor gezeigten Filmbeiträgen war sein Experimentalfilm mit Abstand der Kontroverseste. Mit viel Fantasie und enormem Aufwand reiht der 25-minütige Film Szenen ohne erkennbaren roten Faden aneinander. Die Puppen, die wie im Theater ohne Tricktechnik, allein durch Fäden bewegt werden, sehen brüchig, kaputt und düster aus. So sah es auch der Tagesspiegel-Redakteur Jan Schulz-Ojala, der außerdem vor allem die blechernen Dialoge bemängelte. Doch die Wahrnehmung der Kritiker unterschied sich stark von der des Regisseurs. Für Braun waren die Figuren durchaus „schön“, wer das nicht sehe, könne nicht genügend abstrahieren, attackierte er die Kritiker. Da konnte auch der Schlichtungsversuch Jan Schulz-Ojalas nicht ändern, dass der Dialog ohne Resultat blieb. Der Nachwuchsfilmer Ulu Braun ignorierte die wohlwollende Kritik des Cineastischen Quintett schlichtweg. Das Selbstbewusstsein und die Fantasie des jungen Regisseurs waren beeindruckend. Das Resümee der Kritiker über die gesehenen Filme insgesamt war eher verhalten. Noch zu wenig mitreißend oder schlecht erzählt seien die Geschichten gewesen. Nur Lothar Mikos bremste die Runde und bemerkte, dass die Filme Versuche waren: „Sie sind für ein internationales Studentenfilmfestival absolut angemessen“.
Michael Krause, Potsdamer Neueste Nachrichten, 30.04.2005
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Der Film "Die Flutung von Viktoria" wirkt durch sein fantastisches Potential. Idee und Machart dieses Films ragen durch ihre Einzigartigkeit hervor.
Achtung Berlin/ New Berlin Film Award, Jury Statement, Berlin, 2005