

Südwest is a detailed and utopic construction of a landscape, which unites aspects of tradition and globalisation. The video combines idyllic scenes from the European tradition with the catalogue-promises of modern tourist industry to form a panorama which thus recreates the poetic mystique of things so common to our eyes.
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Südwest in der Ausstellung LandsEnd
Am Anfang der Ausstellung steht ein Panorama, das in einem langsamen und an Sichtbarem doch überquellenden Schwenk die Totalität, Paradoxie und Heterogenität touristischer Landschaftsentwürfe auf den Punkt bringt. Alles ist da: Die Berge und die Seen oder das Meer, die Wälder und die Standseilbahnen, die Starkstrommasten und der dröhnende Helikopter, die Wildsau, die Reiter und das Tipi. Und dazwischen, als Einbruch des Realen in die Idylle, ein pelziges Stück Fleisch, ein frisch geschlüpftes, unheimlich sich windendes Küken, und ein Wasserstrahl, bedrohlich in ihrer unerhörten Präsenz.
«Südwest» ist die bitterböse Collage unserer Zeit, in der alle am kapitalistischen Fortschritt teilnehmen wollen und dessen wüste Kehrseite unter den Tisch wischen oder ins Heitere verkehren. Der Titel wiederholt sprachlich die gegenseitige Abhängigkeit vom «reichen» Westen und dem armen Süden, dessen Zeugen im Bild sind die braunen Menschen, die sich im Wasser waschen. Ulu Brauns kruder und frecher Umgang mit verschiedenen Versatzstücken und Bildästhetiken ist ein kritisches Äquivalent unseres sorglosen und egoistischen Umgangs mit Natur und Umwelt.
Shedhalle Zürich, 2010